Pneumatische Pulsationstherapie

Die Behandlung ähnelt der Schröpfkopftherapie. Der Unterschied ist ein Wechseldruck (bis zu 200 mal/min.). Durch diese pulsierende Wechselwirkung von Unterdruck und atmosphärischen Druck wird das Gewebe in Schwingungen gebracht. Unter Mitwirkung des erhöhten kapillaren Blutvolumens (Sauerstoffmenge) werden die Zellen aktiver.Erfolg: eine erhöhte Stoffwechselwirkung.

WIRKUNG

Hauptschwerpunkt sind die in einem Saugglas erzeugten rhythmisch pulsierenden Unterdruckwellen. Sie verlaufen vertikal zu Hautoberfläche und entwickeln durch die Wechselwirkung von Unterdruck und atmosphärischem Druck ein Vakuum. Man arbeitet hier mit einer Wiederholungsfrequenz von ca. 200 Pulsationen pro Minute, die von einer elektrisch gesteuerten Vakuumpumpe erzeugt werden. Die dadurch im Sauggefäß entstehenden flexiblen Unterdruckwellen lösen im Körpergewebe Permanentschwingungen aus, die auch tiefer gelegene Schichten im Bereich des Unterhautgewebes besonders wirksam und zugleich reizarm stimulieren. 

Die PPT regt die Bewegung sämtlicher Gewebeflüssigkeiten an. Insbesondere verstärkt sich die Fließeigenschaft des Blutes und der Lymphe. Weil die angesammelten und meist festgesetzten Stoffwechselschlacken, Entzündungsmediatoren (z.B. freie Radikale) und Umweltschadstoffe auf diese Weise besonders gründlich gelöst werden, kommt es zu einer spürbaren Entlastung des gesamten Gewebes. Die gelösten Schadsubstanzen können über den beschleunigten Blut- und Lymphstrom unmittelbar den Entgiftungs- und Ausscheidungsorganen zugeführt werden. Gleichzeitig werden verstärkt körpereigene Vitalstoffe wie Hormone, Vitamine und Mineralien an die Zellverbände transportiert und stehen dem Organismus für eine optimale Verstoffwechslung und für die damit verbundenen Heilungsphasen zu Verfügung. Dieser Ablauf wirkt sich anregend und regenerierend auf den gesamten Körper und seine Funktionen aus.

Diese Therapie unterstützt den Körper also sehr spezifisch und gezielt bei seinen lebenswichtigen und gesunderhaltenden Ausscheidungsvorgängen. Sie aktiviert die meist stagnierenden körpereigenen Reinigungsmechanismen und Selbstheilungskräfte und ist damit auch im Sinne einer Umstimmungstherapie wirksam.

HAUPTWIRKUNGEN

  • Entstauung lokaler Venen und Lymphgefäße
  • Verbesserung der Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung
  • Anregung der Entgiftungs- und Entschlackungsvorgänge
  • Lockerung der Gewebestruktur
  • Lösung von Muskelverspannungen und Myogelosen
  • Regulation und Ausgleich des Muskeltonus
  • Anregung aller Stoffwechselfunktionen
  • Normalisierung neurovegetativer Reizabläufe
  • Ausgleich und Beruhigung des vegetativen Nervensystems
  • Schmerzausschaltung
  • Psychische Entspannung
  • Vermehrte Ausschüttung der Endorphine (Glückshormone)

Erweiterte Therapie: » Petechilale Saugmassage nach Zöberlein

INDIKATIONEN:

Bewegungsapparat:    
- Gewebstraumen nach Knochenbrüchen
- Knochenprellungen
- Ödeme und Hämatome nach Knochenoperationen
- Durchblutungsstörungen des Knochenstützgewebes
- Anregung des Zellstoffwechsels im Knochenbereich  

Gelenke:
- Gelenkreizungen (Schmerzen, Schwellungen)
- Gelenkprellungen mit oder ohne Bluterguss
- Verspannungen im Bereich der Wirbelsäule
- Ischialgien / Lumbago
- Bandscheibenbeschwerden
- Rückenschmerzen
- Gelenkrheuma
- Arthrosen der Gelenke (Hüft-, Schulter-, Arm-, Hand-, Bein und Fußgelenke)
- Schuler-Arm-Syndrom  

Muskeln:      
- Muskelschmerzen
- Verspannungen der Muskulatur (Muskelhartspann)
- Rheumatisch bedingte Muskelbeschwerden
- Myalgien, Myogelosen
- Fibromyalgie
- Muskelabbau
- Zerrungen, Stauchungen u. Prellungen der Muskulatur
- Nackenmuskulaturverspannungen
- Tennisarm
- Sportverletzungen mit Muskelbeteiligung

Bänder und Sehnen:     
- Bänderzerrungen
- Überdehnungen und Reizungen der Bänder
- Sportbedingte Schädigungen des Bandapparates
- Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis)
- Überdehnungsreizungen der Sehnen
- Gestörte Funktion der Sehnen und der Bänder
- Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
- Heilungsförderung nach Operationen
 
Organe und Funktionssysteme:   
- Kopfschmerzen und Migräne
- Haarwuchsstörungen
- Nebenhöhlenentzündungen
- Tinnitus
- Mandelentzündung
- Atemwegserkrankungen
- Magenbeschwerden
- Darmfunktionsstörungen: Verminderte Peristaltik, Verstopfung, Blähungen, Verspannung der Bauchmuskulatur
- Leber-Galle-Erkrankungen
- Harnweginfekte
- Nierenfunktionsstörungen
- Neuralgien u.v.m.  

Kreislaufsystem und Wundheilung:     
- Durchblutungsstörungen der Blutgefäße, aller Gewebebereiche, der Arme, der Beine und Füße, der Haut u.a.
- Kreislaufschwankungen
- Orthostatischer Schwindel
- Kribbeln und Taubheitsempfindungen (Parästhesien)
- Lymphstauungen (Ödembildung)
- Narbenbehandlung
- Phantomschmerzen nach Amputationen
- Schlaganfallnachbehandlung Reaktivierung betroffener Muskel- und Hautbereiche
- Gewebevitalisierung bei Rollstuhlfahrern
- Druckgeschwürprophylaxe
- Hautleiden: Schuppenflechte,Urtikaria, Herpes zoster (Gürtelrose), Neurodermitis
 
Stoffwechsel:     
- Entschlackung und Entgiftung
- Ausgleich des Säure-Basen-Gleichgewichtes
- Anregung aller Gewebestoffwechselfunktionen
- Aktivierung der Lymphe
- Verbesserung der Organfuntionen : Nieren, Leber, Darm u.a.
 
Nervensystem:     
- vegetative Störungen
- Schlafstörungen
- Exogene Depressionen
- Physischer und psychischer Stress
- Nervenschmerzen
- Hyperaktivität bei Kindern
- Nervenbedingte Organstörungen (Organneurosen): Herz, Schilddrüse, Magen-Darm, Galleblase u.a.
- Fußreflexmassage u.v.m.
 
Kosmetischer Anwendungsbereich:     
- Bindegewebsmassage
- Stärkung und Straffung der Gewebestrukturen
- Cellulite
- Faltenglättung
- Tränensäcke
- Akne
- Gewebestraffung bei Doppelkinn
- Bruststraffung
- Fettpölsterchen
- Schwangerschaftsstreifen
- Narbenbehandlung
- Anregung der Kopfhautfunktionen : Haarausfall, Haarausfall, Haarwuchsstörungen, Schuppenbildung, schlechte Haarqualität  

KONTRAINDIKATIONEN

- bei Thrombose oder Verdacht auf Thrombose
- unmittelbar auf Krampfadern
- direkt auf das Auge oder Ohr
- an oder auf offenen Wunden
- an oder auf frischen Operationsnarben