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Geschichte

Der Begriff Nosode stammt aus dem Griechischen und bedeutet „das Krankhafte“. Schon in der Mythologie begegnen wir dem geheimnisvollen Prinzip der Heilwirkung von Nosoden. Der Heilgott Achill hatte ein Waffe, die sowohl verwunden als auch heilen konnte. Mit dieser Lanze hatte Achill einst Telephos verletzt. Selbst die prominentesten griechischen Ärzte waren nicht in der Lage, die Wunde ihres Königs zu heilen. Schließlich wurde das Orakel des Apoll befragt. Die Antwort offenbarte das Geheimnis der Heilung: „Der die Wunde schlug, heilt sie auch!“ Auf anraten von Odysseus schabten die Ärzte Rost vom Speer des Achill und streuten ihn auf die Wunde, die in wenigen Stunden heilte. Heilung scheint also an der Verursachung des Unheils anzuknüpfen. Im Griechischen haben wir interessanterweise in dem Begriff Pharmakon die Ambivalenz von Gift und Heilmittel enthalten, denn dieses Wort wurde für beide Bedeutungen gebraucht. Auch Paracelsus formuliert die Ambivalenz zwischen Gift und Heilmittel in seinem bekannten Wort: „Solu dosis fazit venenum

Historische Übersicht

Chinesische Medizin  vorbeugende Impfung durch Schnupfen der Blatternsekrete (ca. 800 v. Chr.) 
Hippokrates 460-377 v. Chr.  Vomitus vomitu curantur 
Robert Fludd 15. Jahrhundert  Schwindsüchtige werden mit Verdünnungen ihres Auswurfs behandelt (Isopathie, Auto-Vakzine, Auto-Nosoden) 
Edward Jenner 1796  Kuhpockenlymphe zur Pockenschutzimpfung = älteste aktive Immunisierung überhaupt 
Wilhelm Lutz 1820  verwendet in der Veterinärmedizin statt eines „similes“ das potenzierte „Äqualia“ 
Constantin Hering 1831 (USA)  Nosoden werden nicht als „Äqualia“ sondern als „Simillima“ pathogenetisch definiert 
Pater Dr. Collet 1895 (Paris)  erfolgreiche Auto-Nosodentherapie bei verschieden Krankheiten: „Isopathie, Methode von Pasteur auf internem Wege“ 
Allandy 1908 (USA)  große Übersicht betreffend Nosoden 
1965 in Frankreich  französische Pharmakopoe gibt „Visa für Nosodenpräparate“ aus. „Nosoden sind Biotherapeutika“ (27 Substanzen) 

Wirkungsmechanismus

Durch erneute Präsentation des ursprünglichen Feinbildes kann offenbar die Abwehr neu orientiert und angeregt werden, um das Krankheitsgeschehen zur Ausregulierung zu bringen. Reckeweg erklärt den Mechanismus von Nosodenwirkungen analog zum Prinzip von Co-Repressoren. Homöopathisierte Substanzen haben wie Co-Repressoren in einem reprimeirbaren System die Gleiche Wirkung wie die Entfernung des Induktors in einem induzierbaren System. Ihre Wirkung auf die Enzymsynthese gleicht dem Effekt eines Induktors, aber entgegengesetzt im Sinne des Umkehreffektes. Aus dieser Darstellung Reckewegs können wir verstehen, dass für eine erfolgreiche Nosodentherapie nicht nur isopathische Mittel in Frage kommen, sondern tatsächlich dem Prinzip des homöopathischen Simile entsprechend auch Fremd-Nosoden. Weiterhin bestätigt diese Erklärung auch unsere Erfahrung, dass Nosoden nur geeignet sind, verursachte Schädlichkeiten zu reparieren, also die Wirkung einer Induktion, die krank gemacht hat, aufarbeiten können. Sie können aber nicht im Sinne einer Impfung eingesetzt werden, da der Organismus in einem solchen Fall eine krankmachende Induktion nicht erfahren hatte.

Indikationen

Therapie Beispiel in der Praxis

Patient litt sehr lange unter einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), als die Entzündungen aufgehört haben fing ein Sodbrennen mit nachfolgender Magenschleimhautentzündung (Gastritis) an.
Da die Nasenschleimhautentzündung nicht mehr aktiv ist, wurde der Patient mit der Sinusitisnosode behandelt, nach der Gabe von dieser Nosode, kam es zu einer akuten Sinusitis, wobei das Sodbrennen nachgelassen hatte. Als die Sinusitis durch eine starke Entzündung abheilen konnte, bekam der Patient eine Gastritis-Nosode, ein paar Tage später kommt es zu Magenschmerzen mit starkem Sodbrennen, diese Beschwerden ließen nach zwei Tagen nach.
Somit kann Ich hier ursächlich behandeln und dabei die Heilung von innen bewegen.