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Die Wirkungsweise der Therapie

Bis zur Zulassung eines Medikaments in Deutschland müssen circa 500 Millionen Mark investiert werden. Eigenurin lässt sich jedoch nicht patentieren und vermarkten. Eine kostenintensive Forschung gibt es aus diesem Grunde nicht. Urin-Anwendungen beruhen auf Erfahrungswissen. Abgesehen von kleineren Studien im Ausland und von Einzelpersonen gibt es deshalb auch keine groß angelegten wissenschaftlichen Forschungen oder Studien. Ursache: siehe oben!

Im Urin hat man bisher 2000 Inhaltstoffe erkannt und katalogisiert (u.a. Harnstoff, Hormone, Immunglobulin, Vitamine, Aminosäuren, Salze, Fermente). Die Wirkung und Bedeutung dieser Inhaltstoffe sind zum großen Teil nicht erforscht. Sicher ist jedoch, daß es sich bei vielen dieser Substanzen nicht um ausscheidungspflichtigen "Müll" handelt.

Einige Wirkstoffe des Urins werden auch heute in der Schulmedizin verwendet. Harnstoff ist - in Anhängigkeit von der aufgenommenen Nahrung - zu etwa 3 Prozent im Urin enthalten und wirkt u.a. entzündungshemmend. Heute wird es synthetisch hergestellt und ist in vielen Hautsalben zum Beispiel gegen Neurodermitis und Pilzerkrankungen enthalten. Auch die Kosmetikindustrie verwendet Harnstoff.

Der Urin trächtiger Stuten beinhaltet viel Östrogen. Aus diesem Grund wird er gesammelt, um daraus Hormonpräparate, zum Beispiel gegen Wechseljahrsbeschwerden, herzustellen (in Deutschland u.a. das Medikament Presomen. Es ist das meist verschriebene Medikament für die Menopause).

Äußerlich angewandt entfaltet der Harn wundheilende Wirkung . Er enthält osmotisch wirksamen Harnstoff, der das Wachstum von Krankheitserreger verhindert und das Wundmilieu optimiert. Auch viele Hautcremes enthalten Harnstoff, der Wasser an sich bindet und die Haut, z. B. bei Neurodermitis-Patienten, geschmeidiger macht.

Als Getränk soll Urin harntreibend wirken. Andere Inhaltsstoffe, wie Antikörper, Antigene oder Melatonin, sollen ganz generell das Immunsystem stärken.

Risiken

Bis zum heutigen Zeitpunkt sind keine gravierenden Gründe bekannt, die gegen die Anwendung der Therapie sprechen.

Es ist jedoch eine gewisse Vorsicht geboten, damit bei der äußerlichen Anwendung keine lokalen Infektionen oder Unverträglichkeitsreaktionen (Allergien) entstehen können.