Schiele Kreislauftraining

Es ermöglicht ansteigende Fußbäder von 35° C bis 45° C innerhalb von zwanzig Minuten. Das entscheidende dabei ist, daß die Erwärmung von unten her erfolgt, statt, wie gewöhnlich, durch Zugießen von Wasser von oben. Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, dass unter den Fußsohlen das Unterhautfettgewebe fehlt, so daß die Wärme intensiv einwirken kann.

Zu dem Gerät, das kurmäßig über jeweils einen Monat angewendet wird (5 Tage Fußbad, 2 Tage Pause), gibt es entsprechende Badezusätze. Die Indikationen sind sehr weit gefasst, greifen aber über den ganzen Kreislauf.

„Den Kopf halt kühl, die Füße warm – das macht den besten Doktor arm!“ heißt eine alte Regel. Sind
wir aber doch einmal erkrankt, helfen ansteigende Temperaturen, sei es in Form von Fieber oder beim Fußbadewasser.“

Kneipp kontra Schiele

Was für ein Bad bewirkt all das? Es ist eine besondere Art von Temperaturansteigenden Fußbad, in den dreißiger Jahren vom Hamburger Kaufmann Fritz Schiele (1901-1990) in seiner eigenen Kurbadeanstalt entwickelt. Bei Kneipps ansteigenden Fußbädern wie auch bei Schlenzbädern wird die Temperatur durch Hinzugießen oder Zulaufenlassen von heißem Wasser in Fünf-Minuten-Abständen stoßweise erhöht. Das ist manchem unangenehm, mitunter auch dem Herz. Hinzu kommt, dass die auf dem Wannenboden stehende Fußsohle von der zunehmende Hitze kaum erreicht wird und die Füße nach paar Stunden wieder kalt geworden sind. Anders bei Schiele: das Wasserwird langsam und allmählich (ein halbes Grad pro Minute) von unten erwärmt, und zwar mittels einer elektrisch aufgeheizten Platte im Boden einer Spezialwanne. So gelangt die ansteigende Wärme direkt an die Fußsohle. Deren Kapillaren (Haargefäße) und Arteriolen (kleinere Arterien) erweitern sich. Daraufhin dehnen sich auch alle anderen Blutgefäße bis herauf zum Kopf. Zwei Drittel des gesamten Blutes fließen ab, und zwar zuerst in die Füße, dann in die äußere Körperhaut.

Schielebad - wann, wie, für wen?

Zu hoher Blutdruck sinkt, niedriger normalisiert sich. Die inneren Organe (wie Gehirn, Magen, Darm, Leber und Milz) wird entlastet, speziell das Herz, und nimmt wieder stärker am Blutkreislauf teil. Die Herzkranz- und Hautgefäße erweitern sich ebenfalls. Die Durchblutung, von der ja alles abhängt, verbessert sich. Freilich dauert das in der Regel mindestens zwei Monate, bei fünfmaligem Baden pro Woche. Innerhalb von 20 Minuten steigt dabei die Badewassertemperatur von 35° auf 45°C an. Wer das nicht verträgt, beginnt mit niedrigerer Temperatur und kürzerer Badedauer. Die Höchsttemperatur von 45°C bleibt jedoch erstrebenswert. Spezielle Badezusätze werden empfohlen.

Als passives Kreislauftraining ist das Schiele-Fußbad bei einer Vielzahl von Krankheiten (rund 70) angezeigt, z.B.: bei:

Anwendungsgebiete

  • Herz-, Kreislauf-, Blutdruck- und Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Krampfadern
  • allen Erkältungskrankheiten, Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis
  • Menstruationsstörungen, Knochenschwund, Arthrose, Arthritis
  • M.Bechterew, Nieren- und Prostataleiden, Asthma, Ischias
  • Lähmungen, Neuralgien,
  • Stoffwechselstörungen, chronische Kaltfuß
  • Altersbeschwerden und Schlaflosigkeit.

Anwendung in meiner Praxis

Zu erst muss gesagt werden, was viele Therapeuten nicht beachten ist der chronische Kaltfuß und die Zusammenhänge zur vielen Funktionsstörungen und Erkrankungen. Ich habe statistisch festgestellt, dass ca. 95% meiner Patienten über kalte Füße klagen.
Jetzt sieht man erst wie wichtig die Schiele-Bäder sind. Wenn jemand eine Schiele-Wanne erwerben möchte, kann mich anrufen.
Ich setze die Schiele-Bäder oft mit anderen Therapieformen ein, wie:

  • Durchblutungsfördernde Infusionen
  • Ozontherapie
  • Chelattherapie
  • Vor der Colon-Hydro-Therapie
  • Anschließende Fußreflexzonentherapie
  • Während eine Nasenreflexzonentherapie

„chronisch kalte Füße sind das Hauptübel der Kranken“

-Pfarrer Sebastian Kneipp-

Bei uns können Sie ein SchieleFussbad ausleihen. 1 Monat: € 40,00.