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Begründet wurde diese besondere Therapie von dem Schweizer Arzt Dr. med. Carl Spengler (geb. 1860 in Davos). Als Mitarbeiter von Robert Koch an dessen Berliner Institut hatte Spengler die Möglichkeit, intensive Forschungen im Bereich der Tuberkulose zu betreiben und neue Behandlungsmöglichkeiten zu finden.

Er entwickelte die Immunkörper-Präparate und erzielte damit beeindruckende therapeutische Erfolge in der Behandlung von Mischinfektionen, welche die Behandlung der Tuberkulose besonders schwierig gestalteten.

weiterführende Informationen:

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Geschichtliches

Carl Spengler wurde 1860 in Davos als Sohn von Dr. Alexander Spengler (Alexander-Haus) geboren. Nach seiner Approbation zum Doktor der Medizin arbeitete er in der Praxis seines Vaters in Davos. In dieser Zeit veröffentlichte er mehrere Abhandlungen über die Tuberkulose. Robert Koch wurde deshalb auf ihn aufmerksam und holte ihn als Mitarbeiter nach Berlin in sein Institut. Dort arbeitete Spengler u.a. mit den Nobelpreisträgern von Behring und Kitasato zusammen.

Während seiner Arbeit mit Robert Koch an dessen Tuberkulin entdeckte Spengler die Bedeutung der Mischinfekte. 1895 übergab Robert Koch sein Orginal Tuberkulin Carl Spengler zu umfangreichen bakteriologischen Forschungen. Diese führte Spengler in Davos neben seiner praktischen ärztlichen Tätigkeit weiter. Spengler suchte nach neuen therapeutischen Wegen zur Behandlung der Tuberkulose. Die von ihm hergestellten IK-Präparate (IK-Immunkörper) bildeten die Grundlage seiner großen therapeutischen Erfolge. Spengler konnte feststellen, dass sie IK-Präparate in konzentrierter Form schwach, in hochverdünnter jedoch stark wirksam waren. Anfangs wurden diese ins Fettgewebe, später auf die Haut zur Anwendung gebracht.

1904 erfolgte in der DMW eine Veröffentlichung darüber, 1911 erschienen seine „Tuberkulose- und Syphilis-Arbeiten“. Später folgten noch Arbeiten über seine Krebsforschungen. Das Hauptverdienst Spenglers beruht zweifellos darin, dass er als einer der ersten Forscher die Bedeutung der Mischinfekte, welche die Behandlung der Tuberkulose erschwerten, richtig erkannte sowie deren Bedeutung für den Gesamtorganismus als „maskierte Tuberkulose“. Von dieser Erkenntnis ausgehend, kam Spengler bei der Weiterentwicklung seiner Kolloid - Therapie auf den genialen Gedanken, die aktive Immunisierung gleichzeitig mit einer passiven durchzuführen, die auch dort noch wirken und helfen konnte, wo die aktive Immunisierung infolge der geschwächten Abwehrkräfte des Organismus versagen musste.

Dieses mit großem Erfolg zur Tuberkulosebehandlung eingesetzte Kolloid wurde später „Spenglersan Kolloid T„ genannt.

Aufgrund der außergewöhnlich guten Erfahrungen mit dem „Kolloid T“ entwickelte Spengler nach und nach eine Reihe von weiteren Mischkolloiden, welche einen großen Kreis von Infektionskrankheiten umfassen. Wie sehr Spengler damit das Richtige getroffen hat, beweisen die Erfolge bei Krankheitserscheinungen, die häufig anderen Therapie trotzten. In allen Fällen wurden bisher vorwiegend die Symptome bekämpft, diese vorübergehend zum verschwinden gebracht, die eigentliche (maskierte Ursache) blieb jedoch unbeeinflusst.