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Einführung

Ohrkerzen sollen von den Hopi-Indianern stammen. Die hohle Ohrkerze wird angezündet und in den äußeren Gehörgang des auf der Seite liegenden Patienten eingeführt. Es werden immer beide Ohren nacheinander behandelt.

Die Wirkung ist mechanisch und beruht auf dem Kamineffekt, der durch den Sog der brennenden Kerze entsteht. Dadurch kommt es zu einer Massage des Trommelsfells, die tief auf Ohr, Gehirn und Nase einwirkt. Gleichzeitig wird die Anwendung durch das Wohlgefühl der Entspannung unterstützt.

Geschichte

Aus Asien und Nordamerika, u. a. auch von den Hopi-Indianern, kamen die Ohrkerzen nach Europa. Ihr Einsatz ist eine spezielle Art der Reiztherapie (Wärme und Rauch), die der „Moxibustion“.

Wirkungsweise

Rein physikalisch unterscheidet man zwischen zwei Aktionsphasen:

Durch die Verbrennung entsteht ein Unterdruck (Kamineffekt). Dieser bewirkt eine spürbare Druckregulierung auf den Stirnhöhlen. 90% der Patienten beschreiben diesen Effekt als „ein Gefühl der Freilegung und Erleichterung“, das sich zuerst in den Ohren und im Kopf bemerkbar macht. Zudem wird konzentrierter Dampf ins innere befördert, der je nach Wahl mit pflanzlichen Substanzen angereichert werden kann. So können Ablagerungen gelöst und ausgeschieden werden. Ein Großteil gelangt nach außen. Der Rest befindet sich in den konzentrierten Wachsresten der Kerze. 
Während des Abrennens nimmt die Wärme zu. Das eingefügte Aluminiumpapier reflektiert einen sanften, wohltuenden Wärmestrom ins Innere des Ohres. Die örtlich applizierte Wärme stimuliert den Blutkreislauf der Peripherie, aktiviert somit das Immunsystem und beschleunigt die Reinigungsaktion des Lymphkreislaufes. Die Phasen des Anwärmens regen auch die Reflexzonen und die Energiepunkte im Anwendungsbereich an.  

Anwendungsgebiete