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In der homotoxischen Behandlung werden neben allgemeinen naturheilkündlichen Anwendungen spezielle homöopathisch hergestellte Stoffgemische zur Giftausleitung eingesetzt. Besonders wichtig sind hier die Biokatalysatoren und die Nosoden zu nennen.

Geschichte

Der Begründer, Arzt Heinrich Reckeweg (1905-1985) entwickelte in den fünfziger Jahren als vierte Variante der Homöopathie die Homotoxiklogie, wörtlich: die „Lehre von den Menschengiften“.

Wirkungsweise

Er ging davon aus, dass „Stoffe jeglicher Art“ toxisch (giftig) wirken, wenn sie „in zu reichlicher Menge dem Menschen zugeführt werden“. Als vorwiegende Krankheitsursachen betrachtete er das Vorhandensein von Homotoxinen (Menschengiften). Diese suchte er mit Giftausleitenden Antihomotoxika (gegen Menschengifte gerichtete Mittel) zu bekämpfen. Homotoxine sind z.B. auch die „Sutoxine“ (Schweinefleischgifte). Viele Krankheiten sind nach Reckeweg der Ausdruck einer Abwehr gegen diese Homotoxine bzw. das Bestreben, die giftbedingten Schäden zu überwinden bzw. auszutauschen. Wird der Körper z.B. in einer Phase nicht Herr der Gifte, geht die Krankheit in die nächste Phase Über. Es lassen sich hierbei sechs Krankheitsphasen unterscheiden:

Krankheitsphasen nach Reckeweg

1.  Ausscheidung (z.B. über Darm, Nieren, Harnwege, Haut, Atmung, Schleimhäute von Nase und Mund). 
2.  Krankhaft gesteigerte Ausscheidung (z.B. Eiter, Durchfälle). 
3.  Ablagerungen (z.B. Gallen und Nierensteine). 
4.  Eindringen („Imprägnation“) von Gift in Zellen oder Gewebe (z.B. Asthma, Migräne) 
5.  Entartung („Degeneration“) des Gewebes (z.B. Schäden an Herz, Leber oder Gelenken).  
6.  Bösartige Neubildungen (z.B. Krebs). 

In den ersten drei Phasen, den sog. humoralen Phasen, ist die Entgiftung noch intakt. Es besteht eine natürliche Heilungstendenz. Ab der vierten Phase, die als zelluläre Phase zu charakterisieren ist, kann sich der Organismus nur in Ausnahmefällen noch selbst helfen. Behandelt man jetzt nur die Symptome einer Krankheit z.B. mit Fiebersenkenden Mitteln, wird die Selbstheilende Fähigkeit des Körpers unterdrückt, die Gifte auszuscheiden oder abzuwehren.

Behandlung

Der nach Homotoxinlehre arbeitende Heilpraktiker wird deshalb die Entgiftung (Aus- und Ableitung) fördern. Dies geschieht mit feinen, unterschwelligen Reizen. Die hoch verdünnten (potenzierten), giftspezifisch wirkenden „Antihomtoxika“ belasten dabei den erkrankten Körper nicht noch zusätzlich, sondern unterstützen vielmehr seine eigene Abwehrkraft. Diese Antihomotoxika ließ Reckeweg in seiner 1936 gegründeten Firma (Biologische Heilmittel Heel ) herstellen. Es sind zumeist homöopathische Kombinationspräparate.

Arten: