Behandlungsmöglichkeiten mit Milchsäure
Die Milchsäuretherapie ist noch eine relativ junge Behandlungsform mit gut bekannten Schwerpunkten. Obwohl die praktischen Anwendungen noch viele wertvolle Erkenntnisse liefern werden, darf die Milchsäuretherapie nicht als „Allheilmittel" missverstanden werden.
Milchsäure zur Verbesserung der Grundregulation
Unter Grundregulation versteht man die Fähigkeit des Organismus, innere und äußere Reize zu beantworten und Störeinflüsse auszugleichen. Sinkt das Regulationsvermögen, so kommt es rascher zu Befindlichkeitsstörungen, diffusen Beschwerden und Krankheitsanfälligkeit. Anwendungsbeobachtungen zeigten, dass Behandlungen mit rechtsdrehender Milchsäure die Grundregulation verbessern konnten.
Rechtsdrehende Milchsäure in der homöopathischen Anwendung
Die Verwendung von rechtsdrehender Milchsäure (Acidum (L+) lacticum = Acidum sarcolacticum) in homöopathischer Form ist schon länger bekannt. In der homöopathischen Fachliteratur werden viele Anwendungsmöglichkeiten beschrieben, die sich in der täglichen Praxis immer wieder bestätigen.
Dazu zählen insbesondere
- grippale Infekte mit Schwäche, Müdigkeit und Zerschlagenheitsgefühl
- rheumatische Beschwerden und Muskelschmerzen in den Schenkeln, Waden und in der Rückenmuskulatur, Ischias.
Milchsäurekulturen für die Darmökologie
Die Milchsäurekulturen in unserer Darmflora erzeugen bei ihrer Stoffwechseltätigkeit Milchsäure. Damit sorgen sie für die leichte Ansäuerung des Dickdarmmilieus und kräftigen seine Abwehrlage. Allerdings reagieren sie empfindlich auf Störeinflüsse, z. B. durch bestimmte Medikamente, durch Fehlernährung oder durch Fehlbesiedelungen des Darmes. Nahrungsergänzungsmittel (Probiotika) mit vermehrungsfähigen Milchsäurekulturen und Lebensmittel mit hohem Anteil an rechtsdrehender Milchsäure unterstützen die Wiederherstellung der natürlichen Milchsäureflora.
