Reflexzonentherapien


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Fußreflexzonentherapie

Die Fußreflexzonentherapie zählt zu den Umstimmungs- und Ordnungstherapien und arbeitet mit der im Menschen vorhandenen Regenerationskraft. Sie bedient sich einer speziellen Grifftechnik, die die Reflexzonen des Fußgewebes hyperämisiert und ordnet.

Geschichte

Die Methode stammt in ihren wesentlichen Ansätzen aus einem jahrtausendealten indianischen Volkswissen. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts sammelte der Arzt William Fitzgerald aus den USA die vorhanden mündlichen Überlieferungen. Er systematisierte und überprüfte die rudimentären Informationen, ergänzte sie durch jahrzehntelange eigene Erfahrungen und unterwies zwischen 1910 und 1930 interessierte Heilpraktiker und Naturheilärzte in dieser Methode. Die amerikanische Masseurin Eunice Ingham wandte sich mit ihrer Schrift „Geschichten, die die Füße erzählen können“ an ein breites Laienpublikum.

Reaktionen

Reaktionen werden als Antwort auf einen Heilreiz verstanden und verlaufen oft im Sinn einer regressiven Vikaration. Sie können störend oder angenehm empfunden werden und bestätigen, dass sich der bisherige Zustand des Patienten ändert. Häufig beobachteten Reaktionen:

  • Verbesserung bzw. Akutisierung der Beschwerden
  • Veränderung der Ausscheidungen über Darm, Niere, Haut und Schleimhäute, in Qualität (Konsistenz, Farbe, Geruch) und Quantität
  • Veränderte Schlafqualität, -quantität und Träume
  • Stabilisierung der psychischen Verfassung

Indikationen

Diese Therapie wird bei fast allen Beschwerden und Erkrankung ausgeführt

Eigene Sichtweise und Erfahrungen

Diese Therapie ist sehr zuverlässig wenn es vor allem um eine Diagnose geht, Ich habe sie bei mehr als hundert Patienten mit der klinischen Diagnose verglichen und habe jetzt keine Zweifel mehr wie wichtig diese Diagnoseform für meine Praxisarbeit ist. Ich kann an den Reflexzonen erkennen, ob die bestimmten Beschwerden durch eine Reflexzonentherapie zu therapieren sind oder nicht, hier zwei Beispiele:

1.) Frau X. 55 Jahre: wird wegen Beschwerden der Lendenwirbelsäule ins Krankenhaus eingeliefert, da die Patientin auch unter depressiver Verstimmung leidet, wird die Ursache in der Psyche gesucht. Laut Fußreflexzonenbefund im Bereich der Lendenwirbel ¾ ist der Reflexpunkt sehr stark schmerzhaft, der Schmerz lässt auch nach längerem Drücken nicht nach und auch nicht nach dem erstem, zweitem und drittem Tag. Man kann davon ausgehen das hier ein Bandscheibenvorfall vorliegt.
Die Patientin wird nach ein paar Tagen in ein anderes Krankenhaus eingeliefert zu einer Operation, wegen eines Bandscheibenvorfalls im Bereich der Lendenwirbelsäule.

2.) Frau Y. 52 Jahre: kommt wegen Depressionen und Kopfschmerzen ins Krankenhaus. Man findet keine erkennbaren Ursachen und verzichtet auf genauere Untersuchungen. Laut Fußreflexzonenbefund, starke Schmerzen im Kopfbereich genauer im Hypophysenbereich, der auch nach längerem Drücken nicht nachlässt.
Die Patientin erscheint zwei Monate später mit deutlich schlechterem Zustand wieder im Krankenhaus,  nach einer genaueren Untersuchung mittels Computertomographie, fand man einen Hypophysentumor.


Koreanische Handakupunktur (Koryo Suchichim)

Geschichte

Diese Akupunkturtechnik wurde 1971 vom Dr. Yoo Tae Woo entdeckt.
Mittlerweile wird diese Methode in vielen Ländern angewendet.

Was ist koreanische Handakupunktur?

Sämtliche Akupunkturpunkte des Körpers sowie alle Merediane und Organe projizieren sich in die Hand. Die Auswahl der koreanischen Handpunkte erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie bei der Körperakupunktur. Ein Vorteil ist bei dieser Akupunkturform, eine weitere Möglichkeit ist die Punktwahl nach der Organ- bzw. Regionalprojektion; z.B.: Augenschmerzen.
Grundsätzlich entspricht die Handfläche der Vorderseite des Körpers und der Handrücken der Körperrückseite. Der Mittelfinger repräsentiert den Kopf des Menschen, der Zeigefinger und der Ringfinger entsprechen den oberen Gliedern usw.

Unterschiede zur Körperakupunktur

  • Die Handakupunktur ist ohne besondere Vorbereitungen durchzuführen, weil die Hände des Patienten für den Therapeuten sozusagen leicht zugänglich sind.
  • Die Wirkung der Akupunktur ist stark und setzt schnell ein, wobei kaum Nebenwirkungen auftreten.
  • Handakupunktur ist gefahrlos, weil es nicht zu direkten Organverletzungen durch die Akupunktur kommen kann.
  • Die Handakupunktur ist nicht nur eine Lokaltherapie, sondern eine gesamtheitliche
  • Regulationstherapie der Organe, weil man davon ausgeht, dass sich alle Merediane oder ihre korrespondierenden Partner in die Hand projizieren
  • ist schmerzarm    

Ohrakupunktur

 

Die Ohrakupunktur lässt sich als sog. Reflexzonentherapie, die durch Stimulierung sensibler Punkte gezielt andere Körperregionen beeinflusst, der klassischen Akupunktur nicht so ohne weiteres zuordnen. Auch ein anstechen der Punkte ist möglich um eine gezielte Organentstauung zu erreichen, diese Methode wird auch als ein Mikroaderlass bezeichnet.