Ozontherapie

 

Ozon ist eine energiereiche Form des Sauerstoffs. Ozon ist in der Lage, Viren, Bakterien und Pilze abzutöten. Angewandt wird es als Injektion, sowie Blutwäsche auch als große Eigenbluttherapie bekannt, als Zusatz bei der klassischen Eigenbluttherapie sowie in der Dermatologie als Beutelbegasung.

 

weiterführende Informationen:

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» Wie wirkt Ozon?

» Nebenwirkungen

WAS IST EIGENTLICH OZON UND WIE HILFT ES?

Normalerweise ist Ozon ein farbloses Gas von charakteristischem Geruch. Es entsteht z.B. bei ultravioletter Strahlung und sorgt oben in der Atmosphäre für die bekannte und durch Umwelteinflüsse gefährdete Ozonschicht. Ohne diese Ozonschicht ist ein Leben auf der Erde nicht möglich. Darüber hinaus besitzt Ozon auch die Fähigkeit, Viren, Bakterien und Pilze abzutöten. Diese Eigenschaften des Ozons werden seit langem z.B. zur Trinkwasseraufbereitung und zur Entkeimung von Schwimmbädern genutzt. 

Wenn man Sauerstoff Energie in Form elektrischer Entladung zuführt, dann wird ein Teil des Sauerstoffes in ein Ozonmolekül mit 3 Atomen Sauerstoff umgewandelt; das ist Ozon.
Ozon ist unter normalen Bedingungen ein farbloses Gas von charakteristischem Geruch und von stark oxydierender Wirkung, in der für die Heilkunde verwendeten Verdünnung aber ungefährlich. Ozon entsteht auch bei Ultraviolettbestrahlung und sein Geruch ist jedem bekannt, der einmal eine Höhensonne benutzt hat.

Ozon wirkt stark desinfizierend, bakterizid, viruzid und fungizid, das heißt, es besitzt die Fähigkeit, Viren, Bakterien und Pilze abzutöten. Diese Eigenschaften des Ozons werden seit langem zur Trinkwasseraufbereitung und zur Entkeimung von Schwimmbädern genutzt. Der Entdecker des Ozons war der Physiker Schönbein, der 1841 ein eigentümlich riechendes Gas beschrieb, das beim Durchgang elektrische Funken durch die Luft entsteht. Er nannte dieses Gas Ozon. 1857 gelang es erstmalig Werner von Siemens, mit Hilfe der nach ihm benannten Ozonröhre Ozon auf elektrischem Wege in größeren Mengen herzustellen. Es ist streng zu unterscheiden zwischen Ozon-Luft-Gemischen und Ozon-Sauerstoff Gemischen. 

Das für medizinische Heilzwecke verwendete Ozon wird aus reinem (also medizinischem) Sauerstoff hergestellt. Dieses Ozon-Sauerstoff-Gemisch verhält sich gewebefreundlich und bewirkt eine entscheidende Durchblutungsverbesserung, so dass es naheliegend ist, Ozon bei den Gefäßerkrankungen, die mit Durchblutungsstörungen einhergehen, als Therapeutikum einzusetzen. Bei der Behandlung der zentralen und peripheren Durchblutungsstörungen hat sich das Ozon-Sauerstoff-Gemisch das parenteral (also nicht durch den Mund) verabreicht wird, unter allen konservativen Behandlungsmöglichkeiten nach übereinstimmender Erfahrungen der damit arbeitenden Therapeuten, als das wirksamste Behandlungsverfahren erwiesen.

Die Wirkung der Ozontherapie, die an den drei Universitäten Mainz, Wien und Frankfurt erforscht wurde, lässt sich wie folgt darstellen:

DIE WIRKUNG VON OZON

  • (1) Durch die Wirkung des Ozons wird die Oberflächenladung der roter Blutkörperchen (Erythrozyten) negativiert, d.h., dass ein Zusammenkleben dieser für den Sauerstofftransport verantwortlichen Blutzellen verhindert und auch wieder rückgängig gemacht wird. Allein dieser Effekt vergrößert also schon von der ersten Behandlung an die Gesamtoberfläche der roten Blutkörperchen, wodurch diese in der Lunge mit mehr Sauerstoff beladen werden.
  • (2) Dadurch, dass diese Blutkörperchen nur einzeln im gesamten Blut schwimmen und nicht mehr zu den sogenannten „Geldrollen“ zusammen gelagert sind, gelangen sie wieder in Haargefäße (Kapillare), die vorher nicht mehr oder nur noch mühsam zu passieren waren.
  • (3) Ozon hat auf die Oberfläche der roten Blutkörperchen eine membranauflockernde Wirkung. Das bedeutet, dass ein rotes Blutkörperchen wieder verformbarer wird. Viele Blutkörperchen, besonders im kranken Organismus, haben diese Eigenschaft verloren, d.h. sie verlieren ihre Elastizität und werden starr. Da aber die kleinsten Gefäße des Körpers, die Kapillare, einen Durchmesser haben, der in etwa dem des roter Blutkörperchens entspricht oder sogar noch darunter liegen kann, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich ein gesundes rotes Blutkörperchen zu einem hohlschuhförmigen Gebilde verformen kann. Diese Enge in den Kapillaren hat die Aufgabe zu gewährleisten, dass die Geschwindigkeit im Endstromgebiet der Durchblutung abnimmt und so die Sauerstoffträger einzeln in Reih und Glied an jeder Stelle des Körpers vorbeimarschieren können. So ist ausreichend Zeit zum Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid vorhanden. Diesem Punkt kommt eine ganz besondere Bedeutung zu, wenn man bedenkt, dass es Kapillargefäße mit einem Durchmesser von nur 5µm (= millionstel Meter) gibt, aber ein rotes Blutkörperchen einen Durchmesser vor 7µm hat.
  • (4) Dieser membranauflockernde Effekt bewirkt auch, dass das rote Blutkörperchen den an ihn gebundenen Sauerstoff leichter an das Gewebe abgibt. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Ozontherapie es wie keine andere Therapie vermag, die Aufnahme des Sauerstoffs (in der Lunge), der Transport durch die Gefäße und die Abgabe an Bereiche, die sonst nicht mehr oder nur ungenügend mit Sauerstoff versorgt werden konnten, in kurzer Zeit zu verbessern. Viel länger jedoch sind andere Wirkungen des Ozons bekannt, die hier auch aufgeführt werden sollen.
  • (5) Ozon wirkt extrem stark desinfizierend. Es tötet Viren, Pilze und Bakterien in kürzester Zeit ab. Das ist der Grund, warum Ozon in der Trinkwasseraufbereitung und Schwimmbadentkeimung mehr und mehr das giftige Chlor verdrängt. Dieser Effekt wird besonders bei der Behandlung von schlecht heilenden Wunden, wie dem „offenen Bein“, Decubital-Geschwüre (durchliegen), Fisteln usw. genutzt. Hier kann das Ozon über längere Zeiträume äußerlich zur Anwendung kommen.
  • (6) Ozon reagiert vorzugsweise mit ungesättigten Fettsäuren (= selektive Reaktivität). Die aus dieser Reaktion entstehenden Substanzen lassen sich als Katalysatoren (das sind Stoffe, die Reaktionen beschleunigen) im Organismus nachweisen. Auf dieser Eigenschaft beruht die Tatsache, dass durch die Ozontherapie ausscheidungspflichtige Substanzen wie Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin und problematische Blutinhaltsstoffe wie Cholesterine und Neutralfette in vielen Fällen besser abgebaut werden. Dies lässt sich bei einfachen Blutuntersuchungen nachweisen. Diese nicht zu überschätzende Wirkung hat der großen Eigenblutbehandlung mit Ozon im Volksmund den Namen “Blutwäsche“ eingebracht.

Die Punkte 1-6 tragen dazu bei, die Ernährung und Atmung jeder einzelnen Zelle zu verbessern oder wiederherzustellen. Gerade diese Zellatmungs- und Ernährungsstörungen sind nach Ansicht namhafter Wissenschaftler Voraussetzung für die meisten Krankheiten bis hin zur Entstehung des Krebses. Nicht nur deshalb ist auch die Ozontherapie bei vielen Krebserkrankungen, besonders während der Bestrahlungs- und Chemotherapie, von sehr großem Nutzen.

Wenn sich also aus diesen Wirkungen für die Ozontherapie sehr viele Indikationen (= Krankheiten, die dadurch behandelt werden können) ergeben, soll Ozon nicht als Wundermittel hervorgehoben werden, sondern durch seine umfangreiche Wirkung auf die Krankheiten, die am häufigsten vorkommen (Zivilisationskrankheiten), als vielseitiges, ursächlich wirkendes Therapeutikum verstanden werden.

Wie gesagt, gilt die Ozontherapie für alle namhaften Wissenschaftler, die sich mit dieser objektiv und ausreichend beschäftigt haben, als beste, nebenwirkungsarme und schnellst wirksame Methode zur Behandlung der Durchblutungsstörungen. Die Ozontherapie wird im Wesentlichen zur Behandlung von Durchblutungsstörungen verwandt.


Hinter dem harmlosen Begriff Durchblutungsstörungen verbergen sich Krankheiten wie:

Angina pectoris, Herzinfarkt, Thrombose, Embolie, Schlaganfall, Raucherbein, Krampfaderleiden, Unterschenkelgeschwüre, einige Formen der Migräne, Schwindelanfälle, Bluthochdruck und andere.

Hinzu kommt die das Immunsystem stärkende Wirkung der Ozontherapie, wonach sich die Botenstoffe der weißen Blutkörperchen (Interleucine) und bestimmte Abwehreiweiße (Immunglobuline) dosisabhängig verändern.

Je nach Anwendungsart und Dosierung lassen sich mit Hilfe der Ozontherapie Abwehrschwächen mildern und im besonderen Fall sogar überschießende Abwehrreaktionen abbauen.

Mit Hilfe der großen Eigenblutbehandlung wird das Immunsystem bei systemischen Abwehrschwächen gestärkt, während die kleine Eigenblutbehandlung bei allergischen Erkrankungen zur Regulation überschießender Abwehrreaktionen verwendet wird.

Selbstverständlich reicht die Ozontherapie alleine nicht aus, um bei den hochkomplexen Erkrankungen des lmmunsystems alleine heilsam zu sein. Jeder seriöse ganzheitlich tätige Therapeut kennt die vielschichtigen Entstehungsmöglichkeiten und die vielen noch ungeklärten Fragen zu diesem Themen-komplex. Aber in Verbindung mit einer ganzheitlich integrativen Therapie könnte dem Patienten wenigstens eine Linderung, manchmal mit Rückgang der Krankheitsprogression oder gar Stillstand des Verlaufs, ermöglicht werden. Neben der Ozontherapie werden hierbei Störfeldsuche, (Neuraltherapie nach Dr. Hunecke)‚ Orthomolekulare Medizin, Homöopathie, Mikrobiologische Therapie und Ausleitungs-verfahren zur Anwendung gebracht.