Wirkung

Die Eigenbluttherapie ist eine Reiztherapie bei der entnommenes Venenblut direkt oder aufbereitet in die Muskulatur oder Haut zurückgespritzt wird aber auch als Tropfen eingenommen werden kann.

WIRKUNGEN

  • Vegetative Umstimmung. In der ersten Phase zeigt der Sympathikus ein deutliches Übergewicht und in der zweiten Phase der Parasympathikus, deshalb wird die Eigenbluttherapie als „Stoß in das vegetative Nervensystem“ bezeichnet.
  • Therapeutisch sehr bedeutsam ist eine unspezifische Abwehrreaktion und Immunstimulierung gegen alle im Blut befindlichen Antigene, Toxine und Bakterien, weil der Organismus das wieder gegebene Blut als Fremdkörper erkennt und die Abwehr gegen die darin enthaltenen Schadstoffe mobilisiert.
  • Wesentliche Besserung des Allgemeinbefindens physisch und psychisch.
  • Erhebliche Besserung depressiver Zustände besonders während des Klimakteriums.
  • Besserung des Schlafes
  • Appetitanregung durch Stoffwechselaktivierung.
  • Allgemeine Rekonvaleszenz-Förderung.
  • Schmerzlindernde Wirkung bei chronischen Schmerzzuständen
  • Erhöhung der Drüsentätigkeit (Verbesserung der hormonellen Regulation)
  • Antientzündliche Wirkung
  • Reduzierung stark wirkender Arzneigaben bei gleichzeitig durchgeführter Eigenbluttherapie.
  • Auslösung von Herdreaktionen im positiven Sinne

KOMPLIKATIONEN

Komplikationen können entstehen bei:

BEI DER ENTNAHME AUS DER VENE

  • Bluterguss (lokal)
  • versehentliche arterielle Injektion
  • Nervenläsion

BEI DER RE-INJEKTION VON BLUT IN DEN GESÄSSMUSKELN

  • Abszessbildung
  • Nervenläsion
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NEBENWIRKUNGEN

Wie bei vielen Reiztherapien kann es auch bei der Eigenblut-Therapie zu Erstverschlimmerungen der Erkrankung als Zeichen der beginnenden Körperantwort kommen. Diese Nebenwirkungen treten meist nur nach der ersten Eigenblutinjektion auf und führen zu keinen lebensbedrohlichen Komplikationen.

HIERZU GEHÖREN:

  • Lokale Rötungen und Überwärmung
  • Temperaturerhöhung
  • Müdigkeit, Zerschlagenheitsgefühl
  • Bei dermatologischen und allergologischen Erkrankungen:  Anfängliche Verschlechterung des Hautbildes

KONTRAINDIKATIONEN

  • bestehende Thrombophlebitis (Venenwandentzündung) bei Verdacht auf Thrombose
  • Blutgerinnungsstörung (bei Blutern und Marcumar-Therapie)
  • nach einem Herzinfarkt
  • aktive Tuberkulöse Prozesse