Thermographie Hintergründe/Vorbereitung

Was ist eine Computer Regulations-Thermographie?

Thermographie ist nichts anderes als Wärmemessung. Schon die alten Ärzte erfühlten mit dem Handrücken auf der Körperoberfläche ihres Patienten besonders heiße oder besonders kalte Hautstellen und schlossen daraus auf entzündliche oder degenerative Erkrankungen in den darunter liegende Organe.

Heute sind wir in der Lage, uns diese alten Erfahrungen mit Hilfe moderner Technik nutzbar zu machen. Elektronische Messfühler ermitteln in Sekundenschnelle und mit großer Genauigkeit die "Temperaturen" der menschlichen Haut - unbestechlich und unverfälscht.

Ein angeschlossener Schreiber zeichnet die ermittelten Werte auf. So lässt sich mit geübten Blicken jede Abweichung vom physiologischen Normwert auffinden und als entzündliche oder degenerative Veränderung im neural zugehörigen Segment deuten.

Eine erhebliche Erweiterung und Bereicherung erfährt diese so einfache und unschädliche Diagnostik, wenn man die wesentlichsten und für den Arzt interessantesten Messstellen nicht nur einmal misst, sondern zweimal, nämlich vor und nach einer Abkühlung.

Auf diese Weise wird der Körper zu einer Wärmeregulation gezwungen; jede Körperstelle muss auf diesen Reiz hin ihre Temperatur verändern. Aus diesen Reaktionen lassen sich weitere wichtige diagnostische Hinweise gewinnen, sowohl was die Reaktionsfähigkeit des Organismus im Ganzen anbelangt, als auch im Hinblick auf jede einzelne gemessene Körperstelle.

Finden wir bei diesem oder jenem Organ eine normale Regulation, eine verminderte oder überschießende Regulation?

Da jede Hautpartie durch einen nervalen Reflexbogen, der über das Rückenmark läuft, mit den zu seinem Segment gehörenden inneren Organ verbunden ist, kann man aus dem Regulationsverhalten der Haut auf den Funktionszustand des entsprechenden Organs schließen.

So ergibt eine Regulationsthermographie ein Mosaik von Einzelwerten, das in der Auswertung durch den geschulten Arzt wertvolle Einblicke in den Gesamtzustand des Organismus und seiner Funktionsfähigkeit vermittelt.

So lässt sich bei Problempatienten oft ein Hinweis auf ein bisher noch nicht erkanntes Leiden oder auf verborgene Krankheitsursachen finden. Es lassen sich Zusammenhänge zwischen einem Herd (z. B. kranke Zähne, Nebenhöhlen, Mandeln, Blinddarm) und dem chronischen Leiden erkennen. Das Wichtigste und Erstaunlichste aber ist, dass diese Wärmeveränderungen erste Anzeichen einer Funktionsstörung sind, erkennbar oft schon Jahre vor dem Auftreten eines dem Patienten bemerkbaren oder klinisch nachweisbaren Leidens.

Schon jungen, sich gesund fühlenden Menschen kann man aufgrund ihres Thermogramms sagen, wo sich Schwachstellen in ihrem Organismus befinden.

So ist die Regulationsthermographie eine echte "Vorsorgeuntersuchung", die hilft, Krankheiten frühzeitig aufzuspüren. Sie ist aber auch eine wertvolle Hilfe bei der Kontrolle einer laufenden Therapie, da man im Thermogramm den Fortschritt der Gesundung verfolgen kann.

WAS IST DER HAUT-ORGANREFLEX?

Haut und innere Organe sind durch einen Reflexbogen verbunden. So führen beispielsweise Erkrankungen innerer Organe zu Schmerzen in bestimmten Hautgebieten. Typisch sind z.B. die Schmerzen des Herzinfarkt-Patienten im linken Oberarmbereich.

Bei Erkrankungen innerer Organe kann es zudem über vegetative Reflexbögen zu Hautrötungen kommen (viszero-kutaner-Reflex, Eingeweide-Haut-Reflex).

WAS IST EIN STÖRFELD?

Auch Fokus oder Störfeld genannt, kann an jeder krankhaften veränderten Stelle des Körpers entstehen und über Fernwirkungen eine (Herd-)Erkrankung auslösen und unterhalten. Reize im Gewebsverband werden nicht mehr richtig fortgeleitet. Dabei werden schwache, in ihrer Eigenregulation behinderte Organe empfindlich gestört. Diese Funktionsstörung imponiert als Erkrankung, die ohne Herdsanierung nicht dauerhaft ausgeheilt werden kann. Z.B.: können kranke Rachenmandeln Rheuma auslösen.

WAS ERKENNT MAN?

  • Chronischen Erkrankungen
  • Umweltbelastungen
  • Allergien
  • Überreaktionen, wie z.B. bei Stress
  • Hinweise auf Störfelder und Herdgeschehen
  • Wie belastbar ist das Immunsystem
  • Erschöpfungssyndrom
  • Ernährungsbedingte Krankheiten

VOR DER UNTERSUCHUNG - BITTE BEACHTEN SIE!

  • kommen Sie ruhig und entspannt zur Untersuchung
  • zwecks Anpassung an die Raumtemperatur müssen Sie schon eine ½ Stunde vor der Messung in der Praxis sein
  • nehmen Sie 48 Stunden vor der Messung keine Medikamente ein (Medikamente deren Einnahme nicht unterbrochen werden darf, müssen Sie selbstverständlich weiter nehme)
  • am Tag der Messung nüchtern bleiben, keinen Bohnenkaffee, keinen schwarzen Tee, keinen Alkohol trinken
  • bitte nicht baden oder duschen auch nicht Zähne putzen oder rasieren. Keine Kosmetika und kein Körperspray benutzen. Nicht rauchen!
  • tragen Sie zur Untersuchung möglichst bequeme und keine beengte Kleidung, z.B.: einen langärmeligen Trainingsanzug aus Baumwolle, der relativ hochgeschlossen ist (keinen Rollkragenpullover). Frauen bitte keinen Büstenhalter anziehen! Stecken Sie die Haare so, dass Gesicht und Halspartie frei sind. Vermeiden Sie Kunstfasern. Bitte Baumwollsocken anziehen.  
  • ggf.: bringen Sie, wenn möglich, alle ärztlichen und zahnärztlichen Befunde mit. Erforderlich ist auf jeden Fall ein vollständiger Röntgenstatus der Zähne, möglichst OPG-Aufnahme
  • setzen Sie nach Betreten des Untersuchungszimmers gleich die Brille ab. Tragen Sie keinen Schmuck und legen Sie auch Ihre Uhr ab. Während der halbstündigen Wartezeit sollten Sie sich entspannen und nicht lesen