Augendiagnose

Die Augendiagnose ist die Kunst, mittels derer es sich ermöglichen lässt, aus der Farbe, der Dichtigkeit und den mannigfaltigen Zeichen der Regenbogenhaut und der Sklera den körperlichen und auch den geistigen Zustand eines Menschen zu ergründen.

Obwohl die topographische Karte von Pezcely immer noch ihre Gültigkeit hat, wurde dieses Diagnoseverfahren immer weiter entwickelt. 

Im Rahmen der praktisch-empirischen Erfahrungsmedizin richtet sie sich hauptsächlich auf die Therapie. Durch bessere technische Möglichkeiten, und intensiver Forschung ist die Aussagekraft von Iriszeichen und Topographie immer weiter vervollständigt und präzisiert worden.

WIE ENTSTEHT DIE ENDGÜLTIGE DIAGNOSE?


 

Die Augendiagnose ist eine Hinweisdiagnose. Die Abschlussdiagnose entsteht aus einer Summation von diversen Hinweisen, Phänomenen wie:

  • Konstitution
  • Disposition
  • Diathese
  • Pigmente
  • Zeichen
  • Gefäße an der Sklera
  • Pupillenform, Pupillensaum
  • Beurteilung der zirkulär verlaufenden 6 Zonen in der Iris

Die Augendiagnose ist eine der wichtigsten Diagnoseformen die ich anwende, hier erkenne ich die Stärken und Schwächen des Organismus. Es hilft mir sehr bei der Therapie, da die Iris ein Prägbild des menschlichen Organismus widerspiegelt. 

In der Praxis arbeite ich mit einer Kamera und Monitor, wobei ich das Auge dem Patienten live am Monitor zeigen kann. Ich benutze zusätzlich eine Kamera zur Aufnahme des Augenbefundes, um später den Befund zu vergleichen aber auch dem Patienten das Auge bildlich vorzuführen. Augendiagnose ist kein Zauber, es ist eine Hinweisdiagnose wie andere schulmedizinische Diagnoseformen.

Jedes Auge ist anders als das andere, deshalb ist diese Diagnoseform so interessant und immer wieder eine Herausforderung an mich. Ich besuche regelmäßig weiterführende Seminare und lese Zeitschriften, die sich mit der Augendiagnose beschäftigen.

GESCHICHTE DER AUGENDIAGNOSE

Peczely (1822-1911) war der Begründer der Augendiagnose. Mit Hilfe der Iridologie(Iris-,bzw. Augendiagnostik) kann man neben wichtigen Hinweisen zur konstitutionellen oder erblichen Veranlagung, längst bevor sich eine Erkrankung manifestiert, auch Anzeichen der spezifischen Krankheitsdispositionen erhalten. 

Die Irisdiagnose gehört zu den Verfahren der ergänzenden Hinweisdiagnostik und befähigt im Rahmen der heute üblichen Untersuchungsmethoden zu einer umfassenden naturheilkundlichen Diagnose - im Sinne der Ganzheitsschau von Körper, Geist und Seele. Sie ist imstande den richtigen Weg zu zeigen, wo man weiter suchen oder klinisch abklären lassen sollte. 

DR. IGNAZ VON PECZELY

Der Mann, dem wir die Augendiagnose in der heutigen Form verdanken, ist der praktische Arzt aus Budapest (1826-1911). Mit der Arbeit: „Entdeckungen auf dem Gebiet der Naturheilkunde, Anleitung zum Studium der Diagnose aus dem Auge“ stellte er seine seit 20 Jahren ausgeübte und erprobte Methode im Juli 1880 als Broschüre in deutscher Sprache der Öffentlichkeit vor. Peczely lehrte, dass bestimmte Zeichen in der Iris mit Organerkrankungen im Zusammenhang stehen und aus der Lokalisation eines solchen Zeichens in der Iris auf Grund vergleichender Utersuchungen auf Erkrankungen eben dieses Organs geschlossen werden könnte. Die Lehre der Diagnose aus dem Auge ist heute kein Hirngespinst: sie ist der fortschreitenden Wissenschaft berechtigte Tatsache.“ Schon 1871 hatte P. einen Vortrag in Budapest über seine Entdeckung gehalten, der aber ohne jede Reaktion seitens der dortigen Ärzte blieb. 1873 gab er dann eine Streitschrift heraus, in der er gegen die Kollegen vorging, die seine Methode nicht anerkennen wollten.

In dieser Schrift war auch seine erste Topographie enthalten. Bis Heute leidet die sachliche Darstellung ser Entstehung der Augendiagnose nach Peczely unter dem „Eulenmärchen“ . Nach diesem soll der Knabe Ignaz einer Eule das Bein gebrochen haben und dabei die Entstehung eines dunklen Striches in der Iris des Vogels beobachtet haben (im späterem Beinfeld) . Das sei die Geburtsstunde der Irisdiagnose gewesen!

Tatsächlich war es anders, schreibt Peczely selber zu diesem Ereignis: „Meine Entdeckung war nicht die der Wissenschaft, sondern die Geburt eines Zufalls. In meinen jungen Jahren, im Jahre 1838, als Gewehrübungen, Reiten und Jagd meine Freiheit ausfüllten, schoss Ich eines Tages eine große Eule. Als feuriges junges Kind rannte Ich hin, um meine Beute aufzuheben. Ich fasste das an den Flügeln verwundete Tier an, aber es mich auch. Es bohrte seine große Krale durch die Sehne meine linken Zeigefingers und Daumens, dessen Narben noch Heute zu sehen sind. Vor Schmerz und Zorn versuchte ich alles, um dieser Zange herauszukommen. Ich fand es am besten, mit meiner freien rechten Hand das Bein der Eule zu brechen. Dies führte Ich durch, worauf sich bei der Eule das Entsprechende Auge mit Blut füllte. Ich trug das übrigens hübsche Tier heim, wo es sich bei guter Pflege alsbald erholte, aber in dem Auge blieb ein Fleck.“

In dieser authentischen Darstellung kommt der später so oft zitierte „schwarze Strich im Beinfeld“ nicht vor. Und das ist auch der Grund, warum spätere Versuche, diesen Vorgang an Versuchstieren nachzuvollziehen, vergeblich blieben.

Peczely fährt dann fort: „1862... passierte es, dass ich in den Augen eines Kranken eigenartige Flecken sah, sowie unter anderem ein im Auge der Eule gesehene Zeichen erblickte. Diese auffallende Ähnlichkeit weckte meine Aufmerksamkeit.“

Peczelys Leben war nicht gerade reich an Anerkennung. In den ersten Jahren nach seiner Entdeckung waren einige deutsche Ärzte bei ihm in Budapest und veröffentlichten ihre Eindrücke von Person und Lehre. Später hat es den Anschein, als ob sich die Irisdiagnose in Deutschland selbstständig entwickelt hat, ohne dem Begründer die schuldige Anerkennung durch persönlichen Kontakt zu zollen.

 


 

Emanuel Felke, 7.2.1856-1926, entwickelte den Leitgedanken, das man mit Hilfe der Irisdiagnose die passende homöopathische Arznei finden könne. Später folgte er dem Konzept der Komplexmittelhomöopathie und entwickelte eigene Präparate.

 

 

 

 


 

Heinrich Hense, 21.02.1868-1955, war Schüler von Emanuel Felke und entwickelte eines der ersten homöopathischen Komplexmittelsysteme nach iridologisch und konstitutionellen Gesichtspunkten. Er entwarf eine Topographie der Iris, welche insbesondere die Tagesrhythmik der Organe und deren Symptomatik einschließlich des vegetativen Systems berücksichtigt. 
 

 

In der traditionellen chinesischen Medizin wie bei Hippokrates und Philostratus (300v.Chr.)  lassen sich eindeutige iridologische Hinweise finden. Philipus Meyen veröffentlichte 1670 in seinem Werk Chiromantia media eine Topograpie der Iris mit  Organzuordnungen. Im 19.Jahrhundert ist als Restaurateur,  Pionier und Begründer heutiger  Augendiagnose der ungarische Arzt Dr. Ignaz von Péczely (1822-1911) zu nennen. Mit seinem 1881 veröffentlichten Werk Entdeckung auf dem Gebiet der Natur- und Heilkunde, Anleitung zum Studium der Diagnose aus dem Auge  legte er den Grundstein der modernen Irisdiagnose, womit er in der damaligen Fachwelt Aufsehen und Kontroversen erregte.

1909 kam es schließlich zur Konfrontation der Verfechter und Gegner der Augendiagnose in Form eines Gerichtsprozesses wegen angeblicher Kurpfuscherei gegen Emanuel Felke, der mit beachtlichen Erfolg die Augendiagnose innerhalb eines eigenen Heilmittelsystems in seiner Naturheilkundepraxis anwandte. Vor drei damals bekannten Fachärzten musste er unter der Aufsicht des Gerichts seine Methode anhand von zwanzig Patienten unter Beweis stellen - Felke wurde nach dem Verfahren vom Gericht freigesprochen.

GRUNDLAGEN

Die Iris ist, wegen der Durchsichtigkeit der Cornea, dem Auge des Untersuchers frei zugänglich. Der Heidelberger Arzt Lang konnte nachweisen, dass Nervenverbindungen von allen Teilen des Körpers zur Iris bestehen. Diese nervalen Verbindungen bilden die Grundlage dafür, dass im Auge Antworten auf gestörte Organe und Gewebestrukturen zu finden sind. Die Augendiagnose kann Aufschluss geben über genetische Veranlagungen und erworbene Belastungen. Sie verweist auf Schwachstellen des Organismus und auf die Orte, an denen Toxine, Stress oder wiederkehrende Infektionen den geringsten Widerstand finden und sich dauerhaft einnisten. Nach klinischer Prüfung durch den Heilpraktiker Josef Deck in den fünfziger Jahren, ist die durchschnittliche Trefferquote von 78% (zum Vergleich ist die Trefferquote bei einer Ultraschaluntersuchung 50% oder bei der Todesursache nur 68%). Die Augendiagnose geht davon aus, dass sich in der Iris reflektorisch alle Organe widerspiegeln.

DAS KNOSPENPRINZIP

In einer einfacher Art und Weise kann man die Iris wie eine Blume reflektieren.
Die Blüte entspricht der Informativen Ebene, also den Kopf. Die Blätter die Energie auf bauende und regulierende Ebene, also das Herz, die Lungen, Schilddrüse. Die Wurzel die Ebene der Ausleitung, also die Nieren der Enddarm, die Leber und unter anderem die Harnblase.

 

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