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Die diagnostische Verwertung äußerer Phänomene bei inneren Erkrankungen ist so alt wie die Medizin selbst; vergleichende Betrachtung des Kranken, parallel zu den Symptomen seiner Leiden, ließen in der Geschichte der Medizin den „diagnostischen Blick“ wachsen. Bei der Antlitzdiagnose handelt es sich einerseits um grobstoffliche und leicht erkennbare Veränderungen, anderseits um unterschwellige Stigmata, die den unzulänglich Geschulten meist verborgen bleiben.

Die Aussagefähigkeit der Pathophysiognomie wird von keinem Ernstzunehmenden bestritten, doch die Entwicklung der Labor- und Apparatemedizin zog die Aufmerksamkeit in eine andere Richtung, so dass zwangsläufig die Kenntnisse der visuellen Diagnostik verkümmerten. Der bedingungslose Glaube an die medizinischen Geräte bringt die Beteiligten in die Situation, nicht mehr die Technik zu beherrschen, sondern nach den Prinzipien der Eigengesetzlichkeit von der Technik beherrscht zu werden und nur noch Apparaturen zu bedienen. Im übrigen ist die unbesselte Diagnostik bei weitem nicht so zuverlässig, wie allgemein angenommen wird. Technische Mängel, Fehlinterpretationen und Unzulänglichkeiten in der Aussage mindern die Qualitäten der Befunde.
Bei einer Untersuchung von 13500 Todesfällen sei die Diagnose zu 62% falsch. Klinische Diagnosen sind bis zu 38% unzutreffend.

Der Körper zeigt das, was sich in seinem Inneren abspielt, immer zuverlässig außen. Der größte Arzt der Geschichte, Hippokrates, setzte schon ganz auf das feinsinnige Gespür des Diagnostikers. Schon der sehr bekannte alte englische Arzt Hufeland sagte: „der gute Arzt sieht das einfache“.

In fast 12 Jahren Krankenpflege beobachtete ich zum Teil sehr intensiv den kranken Menschen und verglich meine visuellen Erkenntnisse mit den klinischen Diagnosen. Neben der » Augendiagnose, » Zungendiagnose gehört diese Form der Diagnose zu meinem Praxisalltag.

Die Antlitzdiagnose, auch als Pathophysiognomik bezeichnet. Natale Ferronatos Pathophysiognomik ist eine klinisch geprüfte Disziplin. Ferronatos Pathophysiognomik beruht auf den nachvollziehbaren Erscheinungen von organischen Schwächen bzw. Krankheiten, die sich in gewissen Gesichtsarealen zeigen. Krankheiten und Schwächen zeigen sich Jahre bis Jahrzehnte vor ihrem Erscheinen im Gesicht. Dies ist der große Vorteil der Pathophysiognomik. Durch rechtzeitige Stärkung der Organe kann wirksam und mit natürlichen Mitteln das pathogene Geschehen eingedämmt und verändert werden. Ergänzt wird die Diagnose durch Erkenntisse der Antlitzdiagnose des Heilpraktikers Bach.