Fieber in der Naturheilkunde

In der Fiebertherapie steht uns eine Methode der Naturheilkunde zur Verfügung, die in der Regel gute Erfolgsaussichten gewährleistet und damit zu einem eigentlich unverzichtbaren Bestandteil der therapeutischen Palette. Dass diese so logisch erscheinende Konsequenz nicht gezogen wird, liegt wohl zum Teil an der immer noch verbreiteten Unsicherheit der etablierten Medizin gegenüber allen mit dem Begriff der Erfahrungsheilkunde verbundenen Maßnahmen, an dem ängstlichen Verstecken hinter dem scheinbaren Schutzschild der Wissenschaftlichkeit.

Zum anderen aber spielen wirtschaftliche Gründe eine unübersehbare Rolle. Eine Methode wie die Fiebertherapie kann nicht im Sinn der pharmazeutischen Industrie liegen, auch nicht im Sinn der Hersteller von Bestrahlungsgeräten. Zwischen den konventionellen Behandlungsmethoden und biologischen Krebstherapien, ganz besonders der Fiebertherapie, besteht nun einmal auch auf dem Kostensektor ein ganz erheblicher Unterschied: Methoden wie die Fiebertherapie sind im Vergleich preiswert, an ihnen ist nicht so viel zu verdienen. Die Forderung nach dem Einsatz der Fiebertherapie darf allerdings nicht als Forderung missverstanden werden, sie zur einzigen und in jedem Fall anzuwendenden Behandlungsmaßnahme zu erheben. Bei dem insgesamt noch bescheidenen Stand der onkologischen Therapiemöglichkeiten kann es sich niemand leisten, nur einen einzigen Therapieweg zu beschreiten. Wie es sich auch niemand leisten sollte, auf eine empirisch gesicherte unterstützende Methode zu verzichten.