Fiebertherapie und Krebs

Die Fiebertherapie (induziert durch bakterielle Autolysate) kann als imitierter biologischer Mechanismus der Evolution, als wertvolle Bereicherung der therapeutischen Palette bei onkologischen und verschiedensten chronischen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Die Therapieeffekte sind auf nachweisbare immunologische Reaktionen und ausgeprägte vegetative Umstimmungen zurückzuführen. Es wird über die günstigen Erfahrungen mit der aktiven Fiebertherapie bei onkologischen und chronischen Erkrankungen berichtet. Der große Vorteil der aktiven Fiebertherapie mit bakteriellen Lysaten liegt in den guten Resultaten bei verantwortbaren Nebenwirkungen. Die Ära der aktiven Fiebertherapie begann vor nunmehr fast einhundert Jahren und ist eng mit dem Namen Coley verbunden.

Das methodische Vorgehen besteht in der Regel in 7 bis 14 tägigen Verabreichungen eines Lysat von apathogenen Streptokokken und Pseudomonas intravenös. Die hierbei gewonnenen Erfahrungen decken sich mit Beobachtungen aus der früheren Ära der Fiebertherapie. Sichtet man die Literatur einer klinischen Anwendung der Fiebertherapie bei malignen und chronischen Krankheitsbildern findet man die darin geschilderten Resultate durch die eigenen Ergebnisse bestätigt. Es stellt sich die Frage, warum eine natürliche, effektive und wenig belastende Methode wie die Fiebertherapie kaum genutzt wird, warum dieser wertvolle Schatz der Erfahrungsheilkunde eine Art Aschenputteldasein in der Krebsbehandlung führt. Schließlich werden intensive Anstrengungen innerhalb der onkologischen Therapie unternommen, wobei jedoch meist nur mehr oder weniger bedeutende Verbesserungen konventioneller Therapiemethoden (Operation, Bestrahlung, Chemo- und Hormontherapie) erreicht werden.